Der Jahresbericht 2019

Dank an alle Spenderinnen und Spender

Die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke dankt allen ganz herzlich, die uns im Geschäftsjahr 2019 mit ihren Spenden unterstützt haben. Das waren in diesem Jahr viele Einzelpersonen, reformierte Kirchgemeinden des Kantons Zürich und die Sozialbehörde Uitikon. Einzelpersonen haben uns ihre Spenden unter anderem aus Anlass von Todesfällen und Geburtstagen zukommen lassen.

Hilfeleistungen der Zürcher Stiftung für psychisch Kranke

Mit all ihren Spenden und aus unserem Vermögen werden wir wohl über 100 Menschen mit unseren Zuwendungen erreicht haben. Genau lässt es sich nicht sagen, da wir auch Handgelder an psychiatrische Einrichtungen ausgezahlt haben. Sie helfen damit Menschen mit kleineren Beträgen unbürokratisch über eine unmittelbare Not hinweg.

Bearbeitete Gesuche 138 (Im Vorjahr: 106)
Abgelehnte Gesuche 62 (Im Vorjahr: 40)
Weitergeleitete und bewilligte Gesuche 12 (Im Vorjahr: 0)
Bewilligte Gesuche für Einzelpersonen 57 (Im Vorjahr: 56)
Bewilligte Gesuche für Institutionen 7 (Im Vorjahr: 10)

Die Gesamtausgaben unserer Hilfstätigkeit betrugen 58’146.75 Franken (Im Vorjahr: 56’002.00 Franken). Da wir aufgrund der Statuten bis maximal 10% des in der Bilanz am Ende des Vorjahres ausgewiesenen Stiftungsvermögens ausbezahlen können, sind auch dieses Jahr die Ausgaben wieder grösser als die Einnahmen.

Bewilligte Gesuche für Einzelpersonen

Bei den bewilligten Gesuchen für Einzelpersonen wurden 30 Frauen und 27 Männer im Alter von 19 bis 64 Jahren begünstigt. Die überwiegende Mehrheit lebte von der Invalidenversicherung mit Ergänzungsleistungen oder von der Sozialhilfe. Einige wenige hatten ein geringes Erwerbseinkommen. Die grosse Mehrheit der Gesuche wurde von einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeiter einer sozialen, kirchlichen oder psychiatrischen Einrichtung oder von einer Beistandschaft eingereicht.

Die meisten Gesuche wurden bewilligt für Abonnemente für den öffentlichen Verkehr, Fitness-Abonnemente, Kleidung, Möbel oder Reisen. Die weiteren Gelder wurden ausbezahlt unter anderem für Sprachkurse, Podologie, Stummschaltung eines Pianos im Mietshaus, Klavierstunden, Druck eines selbstgestalteten Buches zur Depression, Hundesteuer, Selbstbehalte bei Leistungen aus der Zusatzversicherung oder Umzugskosten.

Bewilligte Gesuche für Institutionen

Bei der Hälfte der bewilligten Institutionsgesuche wurde Handgeld für psychiatrische Einrichtungen ausbezahlt. Mit diesem Geld kann die jeweilige Sozialarbeit mit kleineren Beträgen für aktuell notwendige Ausgaben unbürokratisch helfen (Beispiele: Fahrausweis für den öffentlichen Verkehr oder dringend benötigte Kleidung). Die andere Hälfte wurde überwiesen für besondere Anlässe oder Projekte mit psychisch Kranken. Im Einzelnen waren das ein Sportweekend, ein Weihnachtsessen, ein Theaterprojekt und ein Ausflug.

Abgelehnte Gesuche

Leider mussten in diesem Geschäftsjahr sehr viele Gesuche abgelehnt werden. Der häufigste Grund war, dass Gesuche trotz Nachfragen unvollständig geblieben sind. Einige Male wurde aber auch ein anderer Geldgeber gefunden. Immer wieder einmal blieb die finanzielle Situation ungeklärt, so dass wir keine Gelder sprechen konnten. Weitere Gründe für die Ablehnung der Gesuche waren unter anderem, dass die zu Begünstigenden nicht psychisch krank waren, nicht aus dem Kanton Zürich kamen oder das Vermögen zu gross war. Ab und zu wurde um Übernahme von Psychotherapiekosten ersucht, weil der bisherige Therapeut oder die Therapeutin sich selbständig gemacht und den Delegiertenstatus verlassen hat. Die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke bezahlt aber grundsätzlich keine Psychotherapiekosten, weil sie dies als Aufgabe der Krankenkassen ansieht. Gesuche von Institutionen mussten unter anderem deswegen abgelehnt werden, weil es um Betriebskostenbeiträge ging oder die Kriterien für Handgeld nicht erfüllt wurden.

Weitergeleitete Gesuche

Dank der Zusammenarbeit mit anderen Geldgebern konnten wir vier Gesuche aus dem Bezirk Meilen an die Gemeinnützige Gesellschaft Meilen weiterleiten. Acht Feriengesuche konnten wir an einen Fonds der Pro Mente Sana abgeben. Damit wurde unser Ausgabevolumen um 15’099.65 Franken entlastet.

Stiftungsrat

Nach 12 Jahren engagierter Arbeit im Stiftungsrat ist Sozialarbeiterin Cornelia Schmid im April zurückgetreten. Luana Massaro wurde neu in den Stiftungsrat gewählt. Sie ist Sozialarbeiterin bei der Integrierten Psychiatrie Winterthur.

Stiftungsbeirat

Im Geschäftsjahr traten zwei Stiftungsbeiräte altershalber zurück: Erwin Wachter, Geschäftsleiter des Vereins Horizonte – Soziales Sprungbrett Zürichsee und Hanspeter Lüthy, Sozialarbeiter beim Zentrum für Soziale Psychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik. Nachfolger für die beiden zurückgetretenen Stiftungsbeiräte werden noch gesucht.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Zürcher Stiftung reduzierte sich um 5’946.52 (88'360.03 CHF) auf 1‘161‘326.96 CHF (1'167'272.48) bei einem Spendenertrag von 11'292.74 (3'683.40 CHF) und einem Finanzerfolg der Anlagen von 46'240.89 CHF (-31‘445.31 CHF).

Dank

Allen Mitgliedern des Stiftungsrates und des Stiftungsbeirates sei herzlich gedankt für ihr grosses ehrenamtliche Engagement, ohne das die Arbeit unserer Stiftung zum Wohle vieler psychisch Kranker in unserem Kanton nicht möglich wäre.

Zürich, 06. April 2020
Markus Felss
Präsident