Der Jahresbericht 2017

Das Jahr 2017 war für die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke ein eher ruhiges Jahr. Es gab wenig bis gar keine personellen Wechsel in den Stiftungsgremien und die finanzielle Situation hat sich durch einen guten Spendeneingang und einen vergleichsweise hohen Buchungsgewinn etwas entspannt. Das heisst, das Vermögen nimmt zumindest für einmal weniger schnell ab als erwartet. Gesuche werden weiterhin sehr gewissenhaft geprüft. Grundsatzbeschlüsse des Stiftungsrates in den letzten Jahren haben die Entscheidungen im Bewilligungsverfahren vereinfacht.

Stiftungsrat

Am 3. April fand die einzige Stiftungsratssitzung des Berichtsjahres statt. Erfreulicherweise gab es im Stiftungsrat im Jahre 2017 keine Änderungen. Damit ist der Stiftungsrat nun seit zwei Jahren stabil. Das zeugt von einer guten Zusammenarbeit und bewirkt einen sehr effektiven Zeitaufwand, da alle mit den Inhalten und Abläufen bestens vertraut sind.

Stiftungsbeirat

In den Stiftungsbeirat neu gewählt wurden: Herr Roger Staub, Geschäftsleiter von Pro Mente Sana, als Nachfolger von Frau Sabine Schläppi ab Januar; Prof. Dr. Urs Hepp, Ärztlicher Direktor der Integrierten Psychiatrie Winterthur (IPW) als Nachfolger des zurückgetretenen Dr. med. Andreas Andreae ab März; Frau Anna Wurst, Leiterin des Sozialdienstes der IPW, per Februar als Nachfolgerin von Frau Yvonne Hänni, Koordinations- und Beratungsstelle der IPW.

Gesuche

Im Berichtsjahr gingen insgesamt 135 Gesuche ein. Davon wurden 74 Gesuche an Einzelpersonen bewilligt. 12 Institutionen wurden mit Spenden bedacht. 48 Gesuche wurden nicht bewilligt. Ein Gesuch wurde von der Gemeinnützigen Gesellschaft Meilen übernommen.

Die meisten Bewilligungen (20) wurden für Reisen und Ferien ausgesprochen. Dabei ging es unter anderem um Erholungsurlaube aber auch um Reisen zu den Familien im Heimatland, im Speziellen auch bei Krankheiten in der Familie und bei Todesfällen. Bei 17 Gesuchen ging es um Wohnungseinrichtungen, Unterstützung bei Umzügen und um Anschaffung von Kleidung und Hilfsmittel. Weitere Bewilligungen in grösserem Rahmen wurden erteilt für Anliegen der Mobilität und den Kauf von TV-Geräten und Computer. Es wurden Gebühren für Fitnesseinrichtungen und Zahlungen für Haustiere übernommen. Ausserdem wurden Musik- und Sprachkurse unterstützt. An psychiatrische Kliniken wurden Beiträge für deren Handgeld gezahlt. Drei weitere Institutionen bekamen Geld von der Stiftung, eine davon für eine Theaterproduktion mit psychisch kranken Menschen.

Bei abgelehnten Gesuchen fehlten teilweise Unterlagen, auf Nachfragen gab es keine Rückmeldungen, es wurden andere Geldgeber gefunden oder das Gesuch wurde zurückgezogen (20). Weitere Gesuche wurden abgelehnt, weil es um den Betriebsunterhalt oder um ungeklärte Schuldensanierungen ging. Grundsätzlich werden keine Gesuche bewilligt, bei denen wir andere Geldgeber in der Pflicht sehen, z. B. bei Medikamenten, Psychotherapien und Ausbildungen.

An Einzelpersonen wurden Vergabungen in der Höhe von insgesamt 57‘542.45 CHF (2016: 62‘221.70 CHF) ausgezahlt. Sechs psychiatrische Einrichtungen wurden mit insgesamt 13‘000.00 CHF (14‘000.00 CHF) für ihr Handgeld bedacht. Weitere Institutionen erhielten 6‘700.00 CHF (7‘080.00 CHF).

Spenden an die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke

Eine der Hauptaufgaben neben der Bearbeitung der Gesuche war es, neue Spender und Sponsoren für unsere Stiftung zu finden. Das Vermögen nimmt weiterhin ab, weil der Stiftungsrat beschlossen hat, auch bei geringeren Erträgen berechtigten Gesuchen im Rahmen der von den Statuten gegebenen Möglichkeiten weiterhin zu entsprechen (Auszahlung bis maximal 10% des in der Bilanz am Ende des Vorjahres ausgewiesenen Stiftungsvermögens). Vom Präsidenten wurden insgesamt 24 Institutionen auf eine mögliche Spende an die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke gesichtet. Es wurden 23 Institutionen kontaktiert. Aufgrund unserer eingereichten Gesuche haben vier Institutionen die Stiftung mit jeweils 5000 Franken bedacht: Die Clienia-Gruppe, die Grütli-Stiftung Zürich, die Hans-Konrad-Hahn-Stiftung und ein ehemaliger Patient der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, dessen Geld von der dort ansässigen reformierten Seelsorge verwaltet wird. Weitere Spenden in der Höhe von insgesamt 2801.05 CHF gingen ein von Kirchgemeinden (Kollekten) und privaten Spendern/innen. Allen Spendern/innen danken wir herzlich und freuen uns über die Unterstützung, die wir dadurch vielen bedürftigen psychisch Kranken in unserem Kanton gewähren konnten.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Zürcher Stiftung reduzierte sich um 22‘047.46 CHF (2016: 57‘880.46 CHF) auf 1‘255‘632.51 CHF (1‘277‘679.97 CHF) bei einem Spendenertrag von 22‘801.05 CHF (20‘100.00 CHF) und einem Finanzerfolg von 37‘474.72 CHF (11‘626.83 CHF).

Dank

Herzlich gedankt sei den Mitgliedern des Stiftungsrates für ihr grosses ehrenamtliches Engagement und dem Stiftungsbeirat für die wohlwollende Begleitung und das weitere Bekanntmachen der Anliegen unserer Stiftung.

Zürich, 09. April 2018

Markus Felss
Präsident

Hanspeter Flury
Vize-Präsident